Milleniumstreffen: "Rat der Europ. Bischofskonferenzen"

Die christlichen Kirchen in Europa sind zu einer verstärkten ökumenischen Zusammenarbeit entschlossen. Ausdruck dafür sei die "Charta Oecumenica", die "Normen für den Dialog und die Zusammenarbeit festlegen" soll, sagte der scheidende Präsident des "Rates der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE), der Prager Kardinal Miloslav Vlk (Bild).
Der Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (CEC), der Pariser orthodoxe Metropolit Jeremie, nannte die Charta laut Kathpress einen großen Erfolg für die ökumenische Zusammenarbeit.
CCEE und CEC veranstalten seit Donnerstag in Straßburg ein ökumenisches "Millenniumstreffen". Höhepunkt der Veranstaltung ist die Unterzeichnung der Charta durch den Kardinal und den Metropoliten.
Das Dokument beschreibt grundlegende ökumenische Aufgaben für die Kirchen in Europa. Es ist in Form einer Selbstverpflichtung verfasst, den Dialog auf allen Ebenen fortzusetzen und niemals Gläubige einer anderen Kirche durch moralischen Druck oder materielle Anreize zur Konversion zu bewegen. Umgekehrt dürfe niemand an einem Übertritt zu einer anderen Glaubensgemeinschaft gehindert werden. Entgegen der ursprünglichen Fassung ist im Schlussentwurf die Forderung nach regelmäßigen ökumenischen Gottesdiensten nicht mehr enthalten.
In einem Grußwort bat Papst Johannes Paul II. die CCEE-Mitglieder, ihre Bemühungen um ökumenische Zusammenarbeit zu intensivieren. Die bereits erzielten Resultate verstärkten die vorhandene Gemeinschaft und weckten das Bedürfnis, zur vollständigen Einheit zu gelangen.
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