Mittwoch, 18. April 2001

NÖ-SPÖ findet Prager Regierung "unverschämt"

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Im südböhmischen Atomkraftwerk Temelin wurde nach einer mehrtägigen Pause in der Nacht auf Mittwoch begonnen, die Leistung des Reaktors erneut zu erhöhen. Wie ein Temelin-Sprecher berichtete, lag die Leistung des Blocks Mittwoch Früh bei etwa 30 Prozent.

Noch im Lauf des Vormittags soll sie 40 Prozent erreichen, dann werde auch die Turbine wieder an das AKW angeschlossen werden.

Man werde die Tests fortsetzen, wobei in diesem Abschnitt des Probebetriebs 55 Prozent der Leistung vorgesehen seien, erklärte der Sprecher, wollte sich aber nicht darüber äußern, wie lange dieser Abschnitt dauern werde. "Im Juni wird Temelin jedoch für eine längere Zeit abgeschaltet, da die Reglerventile im Turbinen-Teil ausgetauscht werden müssen."

Der Verzicht der Bundesregierung auf das Nachreichen wichtiger und derzeit fehlender Unterlagen im Umweltverträglichkeitsbericht zu Temelin stößt seitens der SPÖ Niederösterreichs auf heftige Kritik. "Dass wichtige Teilinformationen seitens der tschechischen Regierung der österreichischen Bevölkerung vorenthalten werden, ist schlicht und einfach unverschämt", unterstrich der für Umweltfragen zuständige Landesabgeordnete Werner Feurer in einer Presseaussendung der SPÖ Niederösterreich am Mittwoch. "Umso mehr erstaunt die zurückhaltende Reaktion der österreichischen Bundesregierung. Sie ist unverständlich und inakzeptabel." Es dürfe keine Akzeptanz eines fragmentarischen Berichts durch die österreichische Regierung geben, erklärte Feurer.

18.4.2001 11:48