UNO übt scharfe Kritik an Israel

Die Vereinten Nationen haben Israel vorgeworfen, mit dem Angriff auf eine syrische Militäreinrichtung im Libanon internationales Recht verletzt zu haben. Die israelische Armee habe erneut die Grenzlinie zwischen den beiden Staaten nicht berücksichtigt.
Der deutsche Außenminister Joschka Fischer erklärte in Berlin, die deutsche Bundesregierung sei "außerordentlich besorgt über die neuerliche Eskalation der Gewalt im Nahen Osten". Deutschland appelliere an alle Beteiligten, von weiteren militärischen Aktionen abzusehen und Blutvergießen zu vermeiden. Frieden könne in der Region nur durch "Mäßigung von allen Seiten und die Rückkehr an den Verhandlungstisch" erreicht werden.
Russland spricht "kategorische Verurteilung" aus
Das russische Außenministerium reagierte mit einer "kategorischen Verurteilung" auf den israelischen Luftangriff. Der syrische Außenminister Faruk Sharaa sprach bei seiner Ankunft in Moskau am Montag von einer "groben Verletzung des Völkerrechts". Der amerikanische Botschafter im Libanon, David Satterfield, forderte "alle Seite zu äußerster Zurückhaltung" auf.
Jordanien wirft Israel Eskalation vor
Die jordanische Regierung hatte zunächst kurzfristig die Absage der Israel-Reise des Außenministers erwogen, sagte Jordaniens Außenminister Abdel Ilah Khatib. Der jordanische König Abdullah II. und der ägyptische Präsident Hosni Mubarak haben einen gemeinsamen Plan ausgearbeitet, um den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern wieder in Gang zu bringen. Ägypten und Jordanien sind die einzigen arabischen Staaten, die mit Israel Friedensverträge geschlossen haben.
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