Haftbefehl wegen Korruption und Meineids

Der frühere philippinische Präsident Joseph Estrada hat sich am Montag in Manila der Justiz gestellt. Dem Ex-Präsidenten werden von einem Antikorruptions-Gericht Korruption und Meineid während seiner Amtszeit, die am 20. Jänner in einem unblutigen Volksaufstand endete, vorgeworfen.
Estrada soll nach Regierungsangaben umgerechnet mehr als fünf Milliarden Schilling illegaler Gelder auf Privatkonten angehäuft haben.
Estrada fand sich am Ostermontag, abgeschirmt von Sonderpolizisten, in einem Gerichtsgebäude von Manila ein. Nach Berichten lokaler Medien machte er den Eindruck stoischer Ruhe, als ihm die Fingerabdrücke abgenommen wurden. Der ehemalige Präsident und Filmschauspieler war in Begleitung seiner Anwälte und von Familienmitgliedern etwa zwei Stunden nach der Ausstellung des Haftbefehls im Gericht von Quezon, einem Vorort von Manila, eingetroffen.
Die Anwälte hatten gegenüber der Justiz die Versicherung abgegeben, dass ihr Mandant persönlich vor Gericht erscheinen werde, um die Kaution zu erlegen. Die Kautionssumme wurde auf 800 US-Dollar (904 Euro/12.440 S) festgelegt. Die Kaution ermöglicht es Estrada, vorläufig auf freiem Fuß zu bleiben. Der Haftbefehl wurde wegen Korruption und Meineids ausgestellt. Sollte Estrada wegen Unterschlagung belangt werden, wäre eine Haftverschonung nicht mehr möglich.
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