Donnerstag, 19. April 2001

Amerika in Aufruhr: Klon-Projekt im Geheimlabor

Die Welt schrie auf, als der Plan Ende März bekannt wurde: Mutter und Vater, die um ihre tote Tochter trauern, wollen das Mädchen zurück. Deshalb sollte der künstliche Zwilling in einem Geheimlabor gezüchtet werden...

Das Baby starb im Alter von zehn Monaten an den Folgen einer Herzoperation. Bei diesem Punkt setzten Klon-Gegner bei heftigen politischen Debatten dann auch an: "Das künstliche Kind wird dieselben gesundheitlichen Probleme haben wie das Tote..."

Trotzdem will eine US-Firma, die einer Sekte nahesteht, den ELtern ihren sehnlichen Wunsch erfüllen. Ein Team von zwei Biologen, einem Genetiker und einem Arzt sei seit Dezember an einem geheimen Ort dabei, das Entkernen von Eizellen an Kühen zu üben. Das erklärte Brigitte Boisselier, wissenschaftliche Leiterin der Firma Clonaid, vor einer Untersuchungskommission des US-Repräsentantenhauses über die Klonung von Menschen in Washington.

US-Abgeordnete wollen Klonen verbieten
US-Abgeordnete wollen ein Verbot für solche Versuche in den Vereinigten Staaten durchsetzen. Nach Angaben des Weißen Hauses unterstützt auch der Präsident das Vorhaben. Bush lehne Forschung zum Klonen eines Menschen ab, so Sprecher Ari Fleischer. Bei der Anhörung warnten Wissenschaftler auch vor den Risiken beim Klonen von Menschen. Es sei wahrscheinlich, dass die Babys behindert zur Welt kommen würden.

19.4.2001 18:24