Freitag, 13. April 2001

Auch Telekom Austria weiß nichts von Ermittlungen

Die Bundeswertpapieraufsicht (BWA) hat eine Bericht dementiert, wonach die BWA "Ermittlungen gegen vorerst unbekannte Täter wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte in Aktien der Telekom Austria (TA) eingeleitet" habe. BWA-Pressesprecherin Ulrike Weiser erklärt, dass es "keine Ermittlungen" gebe.

Auch die TA weiß von keinen Ermittlungen wegen angeblichen Insider-Handels.

Das Nachrichtenmagazin "Profil" zitiert in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe den stellvertretender BWA-Direktor Michael Hysek mit den Worten: "Ich kann nur bestätigen, dass wir von Amts wegen jeder Auffälligkeit nachgehen."

Es sei sowohl am Montag, den 9. April, als auch am darauf folgenden Dienstag zu auffallend hohen Umsätzen in TA-Papieren. An beiden Tagen wurden insgesamt vier Millionen Aktien bewegt, der Kurs stieg in dieser Zeit um 9,5%. BWA-Direktor Hysek: "Wir ermitteln in alle Richtungen."

Das Nachrichtenmagazin schließt daraus, dass die BWA Ermittlungen eingeleitet habe.

Erste Bank hält an Verlusterwartungen für TA fest
Die Erste Bank hält vorläufig an ihren Verlusterwartungen für die Telekom Austria fest. Man wolle zwar noch das Analystenmeeting am kommenden Mittwoch abwarten, wesentliche Änderungen an den Prognosen - minus 0,35 Euro je Aktie für das laufende Jahr, minus 0,2 Euro für das kommende und plus 0,06 Euro im Jahr 2003 - seien aber nicht zu erwarten.

Die von TA-Vorstandschef Heinz Sundt am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz bekannt gegebene EBITDA-Prognose von 1,2 Mrd. Euro (16,5 Mrd. S) für das heurige Jahr liege nur geringfügig über der Erste Bank-Erwartung von 1,18 Mrd. Euro. Den Break-Even werde die TA damit aus heutiger Sicht nicht vor 2003 schaffen.

13.4.2001 15:07