Weiterbetrieb nicht möglich

Im Zuge der Insolvenz der Fleischwerke Karl Kern wurde nun über ein weiteres Unternehmen das Ausgleichsverfahren eröffnet: Wie der Kreditschutzverband (KSV) am Donnerstag mitteilte, ist gegen die Premium Fleisch-, Wurst- und Selchwaren Handels GmbH das gerichtliche Ausgleichverfahren eröffnet worden.
Die Überschuldung beträgt 43 Mill. S, so der KSV.
Einziger Gesellschafter der Firma Premium ist der ebenfalls im Ausgleich befindliche Karl Kern, der gleichzeitig der Hauptlieferant des Unternehmens war. Die Firma Premium beschäftigt 18 Dienstnehmer. Eine Fortführung des Betriebes scheint ausgeschlossen, da die Hauptabnehmer das Unternehmen bereits ausgelistet haben und auch keinerlei Liqidität vorhanden ist.
Während die Gläubiger im Ausgleich des Einzelunternehmens Karl Kern auf eine zumindest 40 prozentige Quote hoffen können, wird es für die Gläubiger im Premium-Konkurs kaum die Chance auf eine Konkursquote geben, befürchtete der KSV.
Nach Angaben des Fleischbetriebes ist die Insolvenz auf die Fleischkrise (BSE, Maul- und Klauenseuche, Antibiotika-Skandal) zurückzuführen. Daraus folgten Umsatzrückgänge sowie eine negative Preisentwicklung, in weiterer Folge auch die Kürzung von Bank- und Lieferantenkrediten.

