Konflikt um Sozialplan verschärft

Der Möbelkonzern Kika macht mit der Schließung des ehemaligen Michelfeit-Zentrallagers in Wiener Neudorf ernst. Wie der ÖGB am Donnerstag mitteilte, hat Kika 117 Arbeiter und sechs Angestellt beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet.
Der Streit mit dem Betriebsrat um einen vorgeschlagenen Sozialplan habe sich verschärft. Beim Arbeitsgericht Wiener Neustadt sei nun um die Einrichtung einer Schlichtungsstelle angesucht worden, weil die Unternehmensleitung nicht zu Gesprächen bereit sei, so der Arbeiterbetriebsrat im Möbellager, Manfred Kropf.
Kika hat den rund 200 Beschäftigten des Möbellagers ein Übernahmeangebot für die anderen Kika-Standorte gemacht. Dies sei jedoch in vielen Fällen, insbesonders bei den Arbeitern mit einer Verschlechterung der finanziellen und arbeitsrechtlichen Bedingungen verbunden, kritisiert Kropf. Die neuen Verträge brächten Einbußen zwischen 1.000 S und 3.000 S netto pro Monat.
Der umstrittene Wahlgang für einen österreichweiten Kika-Betriebsrat sei eingeleitet worden, allerdings versuche die Firmenleitung weiterhin entsprechende Kundmachung zu verhindern. Laut Kika-Management sind 38 Prozent der Angestellten und 15 Prozent der Arbeiter bereit, in die neuen Verträge einzusteigen, berichtet Kropf.

