Donnerstag, 12. April 2001

2003 kommt 30 Milliarden Steuersenkung

In einem Exklusiv-Interview mit der Freitag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT beziffert Finanzminister Karl-Heinz Grasser die geplante "steuerliche Entlastung" 2003 mit "mindestens 15 bis 30 Milliarden Schilling". Er betont aber gleichzeitig, daß es kein "Wechselspiel Belastungspaket - Steuersenkung, Peitsche - Zuckerbrot" geben wird.

"Es könne 2003 nur eine Entlastung geben, "die wir uns auch leisten können", so Grasser zu FORMAT. Sein Ziel sei es aber, noch in dieser Legislaturperiode die Abgabenlast auf das "Niveau Mitte der Achziger Jahre zu drücken".

Der Finanzminister betonte in dem Interview auch, daß er daher auf den "paktierten fast 30 Milliarden Schilling schweren Beitrag der Länder zur Sanierung" nicht verzichten könne. "Wir können von unserer Linie nicht bei jeder kleineren Schwierigkeit abweichen," so Grasser zu FORMAT: "Diese Linie heißt Null-Defizit, heißt, Spielraum für eine Steuersenkung schaffen."

Flammendes Bekenntnis zur EU-Osterweiterung
Im FORMAT-Interview legte Finanzminister Grasser auch ein flammendes Bekenntnis zur EU-Osterweiterung ab: "Österreich wieder zu Plattform für Zentral- und Osteuropa zu machen." Er warnte eindringlich davor, "Mauern um Österreich zu errichten".

Keine Kanzler-Ambitionen
Konfrontiert mit den neuesten Werten des Gallup-Politikerbarometers, das für Grasser Imagewerte weit vor seinen Parteikollegen Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und Jörg Haider, aber auch weit vor SPÖ-Obmann Alfred Gusenbauer ausweist, wies Grasser jegliche Ambitionen auf auf eine Kanzlerkandidatur bei den nächsten Wahl von sich: "Nichts liegt mir ferner als Kanzlerkandidat oder Parteiobmann werden zu wollen." so Grasser im FORMAT-Exclusiv-Interview. Er wolle "Finanzminister bleiben", aber auch das "maximal zwei Legislaturperioden."

Das ganze Interview finden Sie im neuen FORMAT.

12.4.2001 13:46