Gratis-Tauschbörse am Dienstag erneut vor Gericht

Der französische Medienkonzern Vivendi Universal übernimmt den angeschlagenen Napster-Konkurrenten EMusic für 23 Mill. Dollar (25,5 Mill. Euro/351 Mill. S) Die Vivendi-Abteilung Universal Music Group teilte am Montag in San Francisco mit, sie werde 57 Cent pro EMusic-Aktie zahlen.
In ihren besten Zeiten waren die Anteile der Website, über die kostenpflichtig Musikstücke heruntergeladen werden können, rund 30 Dollar pro Stück wert.
Gratis-Tauschbörse am Dienstag erneut vor Gericht
Gegen die Gratis-Musiktauschbörse Napster hatte sich EMusic nie richtig durchsetzen können. Napsters Bemühungen, das kostenlose Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Musikstücken über seine Website zu unterbinden, werden am Dienstag erneut richterlich geprüft.
Vivendi Universal versucht seit geraumer Zeit, beim Online-Vertrieb von Musik besser Fuß zu fassen. In Partnerschaft mit Sony und Yahoo will der Konzern seine Titel über eine Internet-Plattform für Abonnenten zugänglich machen. Bertelsmann, AOL Time Warner und EMI haben ihrerseits ein gemeinsames kostenpflichtiges Angebot namens MusicNet angekündigt, über das Musik aus dem weltweiten Datennetz heruntergeladen werden kann.
Bei dem Gerichtstermin in San Francisco will US-Bundesrichterin Marilyn Hall Patel prüfen, ob es Napster gelungen ist, 135.000 urheberrechtlich geschützte Musikstücke auf seiner Website zu sperren. Die US-Musikindustrie bestreitet dies. Laut der Beratungsfirma Jupiter Media Matrix werden künftig ein Viertel der US-Musikverkäufe über das Internet getätigt werden. Dies entspräche einem Markt von 5,4 Mrd. Dollar.

