Minus Außenhandelsdefizit im Jänner fast ein Viertel höher
In der österreichischen Warenverkehrsbilanz klaffte im Jänner ein weit größeres Loch als im Vorjahr. Die Importe sind wesentlich stärker gestiegen als die Exporte.
Nach vorläufigen Zahlen kletterte das traditionelle Defizit um fast ein Viertel von 6,8 auf 8,4 Mrd. S (610,5 Mill. Euro), teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Auf Jahresbasis sind die Einfuhren im Jänner mit plus 14,5 Prozent auf 81,3 Mrd. S stärker als die Ausfuhren (plus 13,5 Prozent auf 73,0 Mrd. S) gestiegen.
Die Wareneingänge aus den EU-Mitgliedstaaten erhöhten sich im Berichtsmonat um 11,2 Prozent auf 52,8 Mrd. S, die Versendungen in den EU-Raum lagen mit 48,5 Mrd. S um 15,7 Prozent höher. Die Bilanz des Warenverkehrs mit EU-Ländern wies somit ein Passivum von 4,3 Mrd. S aus, das um 22,5 Prozent geringer war als im Jänner 2000.
Aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten) wurden Waren im Wert von 28,6 Mrd. S (plus 21,0 Prozent) importiert und Waren im Wert von 24,5 Mrd. S (plus 9,3 Prozent) dorthin exportiert. Ähnlich wie im Jänner 2000 ist die Warenverkehrsbilanz mit einem kräftigen Anstieg des Passivums auf 4,1 Mrd. S ins neue Jahr 2001 gestartet.

