Hagebau Tirol schafft 2:2-Ausgleich in der Finalserie

Hagebau Tirol hat wieder für Hochspannung in der Finalserie der Austrian Volley League (AVL) gesorgt. Der vermeintliche Außenseiter hat am Karfreitag in Innsbruck das vierte Spiel gegen die E.ON hotVolleys aus Wien 3:1 (-16,23,20,23) gewonnen. Die Tiroler schafften damit nach 91 Minuten den 2:2-Ausgleich in der "best of seven"-Serie.
Im ersten Satz dominierten noch der hoch favorisierte Serienmeister aus Wien klar, doch dann übernahmen die Hausherren angetrieben von den über 1.100 Fans in der USI-Halle das Kommando. "Wir haben ab dem zweiten Satz mit dem Service nachgelassen, Tirol hat dagegen Druck gemacht und ist in dieser Phase auch großartig vom Publikum unterstützt worden. Von diesem siebenten Mann der Tiroler haben wir uns etwas einschüchtern lassen", gab Berthold Kren, der Kapitän der Wiener, nach dem Match zu.
Starke Verteidigung war entscheidend
Auf Seiten der Tiroler überzeugte einmal mehr Hannes Kronthaler mit einer starken Leistung in der Verteidigung. "Das war einer der schönsten Siege meiner Karriere", jubelte der Hagebau-Kapitän. "Wir wollten dem Publikum unbedingt ein gutes Spiel zeigen und haben deshalb voll gekämpft. Von der Leistung her liegen die Wiener und wir so eng beisammen, dass wir jetzt wieder bei Null anfangen."
Wiener haben zu wenig Herz gezeigt
E.ON-Manager Peter Kleinmann sprach von einer "verdienten Niederlage" seines Teams. "Die Tiroler haben unheimlich engagiert gespielt. Wenn wir nur halb so viel Herz gezeigt hätten, dann wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Vor allem Lastres und Barnett haben völlig ausgelassen."
Topscorer
Konecny 16, Larsen 15, Hadrawa 13 bzw. Kubala 18, Laninovic 13, Juricic 11
