NEWS exklusiv: Der Doping-Musterprozess

In zwei Wochen steht Top-Bodybuilder Manfred Kiesl wegen Anabolika-Handels vor Gericht. Er muss mit einer hohen Fianzstrafe rechnen. Detail der Anklage machen Ex-Kunden unruhig. Und die heimische Sportszene zittert – wer ist der Nächste?
Manfred Kiesl, österreichischer Vize-Europameister in Bodybuilding und Ehemann der ehemals schnellsten österreichischen Läuferin Theresia Kiesl, hat sich am 20. April dem Linzer Landesgericht zu stellen. Die Anklage: Besitz und Weitergabe von Anabolika entgegen den Bestimmungen des Arzneiwareneinfuhrgesetzes im geschätzten Wert von 2.040.000 Schilling. Kiesl wird sich beim Prozess schuldig bekennen und wohl zu einer hohen Finanzstrafe verurteilt werden.
Details der Anklage machen Ex-Kunden unruhig
In der Anklageschrift stehen noch weitere Details, die manchem ehemaligen Kunden schlaflose Nächte bescheren könnten: Ing. Kiesl vertrieb die Produkte größtenteils an die Besitzer von Fitnessstudios und deren Kunden, teilweise aber auch an Personen, die Leistungssport betrieben. Auch erstellte er – nach Bedarf und Wunsch – für die Abnehmer (angeblich) risikolose Einnahmepläne.
Top-Sportler als Abnehmer?
Namen von Abnehmern und Lieferanten hat Manfred Kiesl bis heute nicht preisgegeben. Auch wenn er seinen Kunden nach wie vor loyal gegenübersteht, ist bei der heimischen Kraftsportwelt Herzflimmern angesagt: Denn erst vor wenigen Wochen wurde in der Wohnung eines ehemaligen österreichischen Stemmers eine halbe Tonne Anabolika entdeckt. Laut Experten genug, um die gesamte österreichische Szene zu versorgen. Wieder wurden CDs beschlagnahmt – angeblich sind die Namen diesmal ausgeschrieben.
Wie Kiesl die Dopingmittel besorgt hat, was er über ihre Wirkung sagt - das lesen sie im neuen NEWS.
