Nach Warnungen von Rebellen

Die Vereinten Nationen haben die Entsendung von internationalen Truppen in den Osten Kongos überraschend abgebrochen. Die Rebellen hätten die Stationierung der Soldaten nicht zugelassen, berichtete ein UNO-Sprecher am Sonntag.
Das Flugzeug mit den Blauhelmen, das sich bereits im Anflug befand, habe abdrehen müssen.
"Wir versuchen immer noch, zu verstehen, was passiert ist", erklärte UNO-Kommandeur Mountaga Diallo. "Wir hoffen, dass dies nur vorübergehend ist." Am Samstag hatten die Vereinten Nationen noch erklärt, die Soldaten würden trotz Warnungen der Rebellen in Kisangani, der drittgrößten Stadt des afrikanischen Landes, stationiert. Rebellenführer Adolphe Onusumba hatte von den Vereinten Nationen verlangt, dass sie angebliche Übergriffe der Regierungstruppen in der Region verurteilten.
In den kommenden Monaten sollen insgesamt 3.000 Blauhelme im Kongo stationiert werden, die den Waffenstillstand zwischen den Rebellengruppen und Regierungssoldaten überwachen sollen. Bisher sind bereits rund 1.000 UNO-Soldaten in dem Bürgerkriegsland eingetroffen. In dem seit zweieinhalb Jahren anhaltenden Krieg sind rund 1,7 Millionen Menschen getötet worden.
Präsident Joseph Kabila hat unterdessen ein neues Kabinett ernannt und Vertraute seines ermordeten Vaters aus wichtigen Schlüsselpositionen entfernt. Nur fünf Mitglieder des Kabinetts des ermordeten Präsidenten Laurent Kabila behielten ihren Posten, unter ihnen auch Außenminister Leonard Okitundu.
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