Bisher zehn Tote - 60 sind in Lebensgefahr

Der Zustand Dutzender hungerstreikender Häftlinge in der Türkei ist Medienberichten zufolge kritisch. Danach sollen etwa 60 Häftlinge in Lebensgefahr schweben, hieß es am Samstag in Ankara.
Neuesten Angaben zufolge haben sich bisher zehn politische Häftlinge zu Tode gehungert. Am Freitag hatten Medien noch von elf Toten berichtet, dies aber später korrigiert.
Schätzungen zufolge beteiligen sich mehrere hundert vor allem linksextremistische Häftlinge an den Hungerstreiks. Sie protestieren gegen die Bedingungen in den neuen Gefängnissen, die kleine Zellen anstelle der bisherigen großen Räume mit bis zu 100 Gefangenen haben, und fordern Gespräche mit Vertretern des Justizministeriums. Die Gefangenen befürchten, in den kleinen Haftzellen stärker der Willkür von Aufsehern ausgeliefert zu sein.
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