Unterirdische Bomben mit Fernzündung

Bei einer Bombenexplosion während eines Konzertes in Bangladesch sind am Samstag nach Aussagen von Augenzeugen mindestens neun Menschen getötet und fast 50 verletzt worden.
Nach anderen Berichten wurden elf Menschen getötet. Bei einer zweiten Detonation rund 45 Minuten später sei ein Polizist verletzt worden, hieß es.
Zu dem Konzert der kulturellen Gruppe Chhayanot in der Hauptstadt Dhaka waren etwa 15.000 Zuschauer gekommen. Das Treffen war Teil der Bengalischen Neujahrsfeiern. Die Polizei bestätigte den Tod von acht Menschen. Nach ersten Ermittlungen seien die unterirdischen Bomben aus der Ferne gezündet worden, sagte ein Polizei-Sprecher. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
Ärzte eines Hochschulkrankenhauses sagten, es seien sieben Tote und 15 schwer Verletzte eingeliefert worden. Viele Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Weitere Verwundete waren in andere Kliniken eingeliefert worden.
Im März 1999 waren bei einem ähnlichen Bombenanschlag während eines Treffens der kulturellen Vereinigung Udichi mindestens zehn Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Udichi und die Polizei machten für den Vorfall im Westen des Landes damals islamische Fundamentalisten und Terror-Gruppen verantwortlich.
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