Bagdad: "Zivile Einrichtungen" im Süden bombardiert

Amerikanische und britische Kampfflugzeuge haben erneut Ziele im Irak angegriffen. Nach Berichten aus Bagdad sollen bereits am Donnerstag "zivile Einrichtungen" im Süden des Landes bombardiert worden sein.
Das US-Militär bestätigte hat die Angriffe bestätigt. Nach amerikanischer Darstellung wurde eine Luftabwehrstellung des Irak angegriffen. Damit solle die Fähigkeit des arabischen Landes verringert werden, auf alliierte Maschinen zu feuern, die Patrouillenflüge über der Flugverbotszone im Südirak absolvierten, hieß es. Nach irakischen Angaben wurden auch zivile Ziele angegriffen. Berichte über Tote oder Verletzte lagen nicht vor.
Nach dem Einsatz seien die alliierten Maschinen auf ihre Stützpunkte in Kuwait und Saudi-Arabien zurückgekehrt, teilte das US-Militär mit. In der Zone im Landessüden gilt für den Irak ein striktes Flugverbot. Es wird von alliierten Kampfflugzeugen auf regelmäßigen Patrouillen überwacht.
Die Zone im Süden sowie eine entsprechende im Norden des Irak waren nach dem Golfkrieg 1991 von den Alliierten eingerichtet worden, um die dort lebenden Minderheiten der Schiiten und Kurden vor Übergriffen der irakischen Armee Präsident Saddam Husseins zu schützen. Am 16. Februar hatten alliierte Flugzeuge auch Ziele in der Nähe Bagdads angegriffen. Auch diese Angriffe dienten nach amerikanischer Darstellung dazu, die irakische Luftabwehr zu schwächen. Die arabische Welt hatte auf die Angriffe mit Empörung reagiert.
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