Powell mahnt zur Einhaltung des Dayton-Vertrags

US-Außenminister Colin Powell hat Bosnien-Herzegowina vor einem Rückschlag wegen der Gewalt kroatischer Hardliner gewarnt. Serbien und Kroatien hätten sich dagegen dauerhaft von ihren nationalistischen Diktaturen verabschiedet, sagte Powell in Sarajewo.
Innerhalb der bosnisch-kroatischen Volksgruppe kämpfe aber eine kleine Gruppe mit nationalistischer Propaganda, um ihre Macht und persönlichen Reichtum zu erhalten.
"Wir wissen, dass hier der einzige Weg nach vorne über die Herrschaft des Gesetzes, Flüchtlingsrückkehr, Handel und Investitionen sowie die Reform der diskreditierten Institutionen aus der Zeit des Kommunismus führt", sagte Powell. "Bosnien muss mehr Fortschritte machen und ein Mitglied Europas werden. Es braucht ein Wahlgesetz (...), und es braucht eine Armee und nicht drei", sagte Powell. Er forderte zudem, alle angeklagten Kriegsverbrecher müssten vor Gericht kommen.
Die USA bemühten sich mit ihren internationalen Partnern, Kräften des Konflikts, der Abspaltung und des Hasses entgegenzutreten, sagte der US-Minister. "Wir werden unsere Verpflichtungen (des Friedensvertrages) von Dayton und der NATO erfüllen und mit allen arbeiten, die dieses Land für eine stabile Zukunft als moderne Demokratie und euro-atlantischen Partner aufbauen."
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