Donnerstag, 12. April 2001

Umfrage: 42% halten Riess-Passer für bessere FPÖ-Chefin

Seit rund einem Jahr ist Susanne Riess-Passer nun als FPÖ-Chefin im Amt. Grund genug, zu testen, wie kompetent die Politikerin wirkt. Überraschung: Riess-Passer schlägt Jörg Haider! Wie das neue FORMAT berichtet, entscheiden sich laut einer OGM-Umfrage 42% der Befragten für die Vizekanzlerin als die bessere Parteiobfrau.

Lediglich 19% votieren für ihren Vorgänger, den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Hoch jedoch ist die Zahl der Unentschiedenen: 32%.

Weitere Details der Umfrage: Auch bei den befragten Opinionleadern wird Riess-Passer (46%) gegenüber Haider (24%) der Vorzug gewährt. Im Detail zeigt sich, daß die FPÖ-Chefin besonders unter den Anhängern des Koalitionspartners ÖVP Wertschätzung genießt (54%). Anders bei den FPÖ-Wählern: Diese votieren zu 45% für Haider, nur 32% bekennen sich zu Riess-Passer.

FPÖ hat sich von ihren Zielen entfernt
Die OGM-FORMAT-Umfrage beweist zudem, daß sich nach Ansicht von 47% der Österreicher die FPÖ seit Regierungseintritt von ihren bisherigen Zielen entfernt hat. 42% denken dagegen, die Freiheitlichen seien sich treu geblieben.

Die Opinionleader sind zu 60% der Meinung, die FPÖ sei sich untreu geworden. Nur freiheitliche Wähler glauben zu 47%, man sei sich treu geblieben. Gibt es Konsequenzen nach der verlorenen Wien-Wahl? 43% der Befragten glauben an eine verstärkte Berücksichtigung der "kleinen Leute" in der zukünftigen FPÖ-Regierungspolitik. Bei den Opinionleadern vermuten dies gar 62%.

Spannungen wegen der "kleinen Leute"?
Eindeutig gespalten sind die Österreicher bei der Frage, ob eine Hinwendung zu den "kleinen Leuten" für Spannungen in der Regierungskoalition führen könnte: Jeweils 48% sind dieser bzw. der gegenteiligen Ansicht. Deutlicher problematischere Folgen für die Koalition sehen dagegen ganze 56% der Opinionleader.

12.4.2001 10:35