"Beim Einstellungsgespräch hat meine Bankverbindung gereicht"

Die frühere Kabinettchefin von Sozialminister Haupt, Ute Fabel, vermutet unter den blauen Ministersekretären noch weitere Privilegienritter. In einem Interview mit dem am Freitag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT meint Fabel: "Ich habe gehört, daß ich kein Einzelfall bin."
Fabel berichtet auch über ihr Einstellungsgespräch: "Wie ich im November im Ministerium angefangen habe, ist mir erklärt worden, daß ich mir jetzt aussuchen könne, ob ich offiziell bei der Industriellenvereinigung oder beim Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender beschäftigt sein möchte." Und weiter: "Dann hat es geheißen, ich würde so wie üblich ein Grundgehalt von 114.000 Schilling bekommen, also das, was angeblich ein Sektionschef verdient. ...
Überstunden um 1145 Schilling
Daß dann meine Überstunden mit 1145 Schilling brutto verrechnet wurden, habe ich erst im Jänner mit dem ersten Gehaltszettel gesehen." Nie hätte sie jemand nach ihrer Sponsionsurkunde gefragt: "Ich habe auch keine einzige andere Urkunde herzeigen müssen. Die Angabe der Bankverbindung hat gereicht."
Ohne Titel bist nichts...
Über den Grund der Vortäuschung ihres Magisterium befragt, meint Fabel: "Ohne Titel bist du in diesem Land nichts. .. Ich bin halt sehr schnell drauf gekommen, daß es schon einen Unterschied macht, ob man einen Titel hat oder als Obfrau einer kleinen Kindergruppe nur abgeschasselt wird." Den ersten von ihr mit Magister unterzeichneten Brief, richtete Fabel nach eigenen Angaben an Landeshauptmann Jörg Haider.
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