Weitere Ermittlungen gegen ehemaligen Machthaber

Der indonesische Ex-Diktator Suharto darf wegen der Korruptionsvorwürfe gegen ihn das Land ein weiteres Jahr lang nicht verlassen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt Jakarta am Mittwoch bestätigte, verlängerte die Anklagebehörde das Ausreiseverbot gegen den 79-Jährigen um zwölf Monate.
Suharto wird vorgeworfen, in den 32 Jahren seiner Herrschaft mehr als 570 Millionen US-Dollar (637 Mill. Euro/8,77 Mrd. S) an öffentlichen Mitteln abgezweigt zu haben. Im Mittelpunkt steht veruntreutes Geld aus von Suharto und dessen Kindern kontrollierten sieben Wohltätigkeitsstiftungen. Darüber hinaus soll er durch Machtmissbrauch ein persönliches Vermögen von etwa 15 Milliarden Dollar angehäuft sowie Familienmitgliedern und Freunden die Kontrolle über Monopolunternehmen verschafft haben.
Das höchste Gericht des Landes hatte im November die Wiederaufnahme des Korruptionsprozesses gegen Suharto verfügt, nachdem wenige Wochen zuvor das Verfahren im ersten Anlauf wegen des schlechten Gesundheitszustands des Ex-Diktators geplatzt war. Das Ausreiseverbot war erstmals vor rund einem Jahr erlassen worden. Zwischenzeitlich stand Suharto sogar unter Hausarrest.
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