SPEZIAL: STERBEHILFE

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Waneck: Sterbe-hilfe "kein Thema"
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Rau für "eigenen deutschen Weg"
Todkranke Menschen, die jede Hoffnung verloren haben. Für sie bedeutet Sterbehilfe die Erlösung von Schmerzen und Qualen. Die Niederlande sind das erste Land weltweit, das die Sterbehilfe gesetzlich geregelt hat. Die Länderkammer hat am Dienstagabend ein Gesetz zur Zulassung der Sterbehilfe angenommen.
Die Entscheidung fiel mit 46 zu 28 Stimmen. Die Abgeordneten der Zweiten Kammer haben das Gesetz schon im November mit 104 gegen 40 Stimmen gebilligt. Es soll im Sommer in Kraft treten.
Künftig können Ärzte Sterbehilfe leisten
Für Ärzte bedeutet das, dass sie künftig Sterbehilfe leisten dürfen, ohne eine Strafe befürchten zu müssen. Denn auch wenn die Euthanasie in den Niederlanden schon seit Jahren praktiziert und toleriert wird, so muss ein Arzt doch mit einer Haftstrafe bis zu zwölf Jahren wegen Beihilfe zu einem Selbstmord rechnen.
Strenge Richtlinien
Den niederländischen Richtlinien zufolge muss ein Patient aussichtslos und unerträglich leiden, bevor Hilfe beim Sterben geleistet werden darf. Der Kranke muss über alle medizinischen Möglichkeiten aufgeklärt sein, es muss mindestens ein zweiter Arzt befragt werden. Der Wunsch nach Sterbehilfe muss bei freiem Willen und klarem Verstand ausgesprochen werden. Das neue Gesetz erlaubt es den Patienten auch, in einer schriftlichen Erklärung um Sterbehilfe zu bitten und so den Ärzten das Recht einzuräumen, im Ernstfall eine Entscheidung zu treffen.
Empörte Gegner protestierten
Für die Gegner ist die Zulassung der Sterbehilfe ein "historischer Fehler", so der christliche Politiker Egbert Schuurman in der Debatte der Ersten Kammer.
Die ersten Demonstranten versammelten sich schon am Montag vor Regierungsgebäuden, um gegen die Legalisierung der Sterbehilfe zu protestieren. Eine Gruppe von Euthanasie-Gegnern sammelte 25.000 Unterschriften gegen das Gesetz. Bei der Ersten Kammer, der Länderkammer in den Niederlanden, gingen mehr als 60.000 Briefe ein, in denen zumeist die Ablehnung gefordert wurde. Diese galt allerdings als sehr unwahrscheinlich. Die Abgeordneten der Zweiten Kammer haben das Gesetz schon im November mit 104 gegen 40 Stimmen gebilligt. Nur einige kleinere christliche Parteien sind gegen das Gesetz.
Nach Informationen der niederländischen Sterbehilfe-Gesellschaft sind 1995 in dem Land 3.600 Menschen durch Sterbehilfe aus dem Leben geschieden. Zahlen für 1999 sollen demnächst veröffentlicht werden. Schätzungen gehen von etwa 4.000 aus.
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