Zu FPÖ: Bures sieht "Bild einer zerrissenen Partei"

Sympathievergleiche zwischen Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und dem sozialdemokratischen Bundesparteichef Alfred Gusenbauer sind für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures "unzulässig".
Gusenbauer habe als Chef einer Oppositionspartei bessere Sympathiewerte als Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) sie als Vizekanzler je gehabt habe. Ablösegerüchte um den SP-Klubobmann im Nationalrat, Peter Kostelka, wies Bures zurück.
Bures selbst wurde in den Medien bereits als mögliche Nachfolgerin Kostelkas gehandelt. Eine entsprechende Nachfrage wies sie allerdings zurück: "Das steht nicht zur Diskussion, wir haben einen sehr guten Klubobmann." Die Frage, ob Kostelka auch in einem Jahr noch Klubchef sein werde, beantwortete sie knapp: "Ich gehe davon aus."
Häupl, dem zuletzt bessere Sympathiewerte als Gusenbauer attestiert wurden, habe mehrmals klar gemacht, dass er mit "Herz und Seele" Wiener Bürgermeister sei, meinte Bures. Auf die Mithilfe des Wiener Landesparteichefs will man dennoch nicht verzichten: "Dr. Gusenbauer wird mit Dr. Häupl die Wahl auf Bundesebene führen", kündigte Bures an.
Bures zu FPÖ: Partei steckt in "tiefer Krise"
Die FPÖ bietet derzeit ein "klares Bild einer zerrissenen Partei". Es gebe kein regierungsfähiges Personal, die Partei stecke in einer "tiefen Krise" und Generalsekretär Peter Sichrovsky plane nach der halben Legislaturperiode bereits die nächste Nationalratswahl, meinte Bures weiter.
Angesichts der Krise seines Koalitionspartners stelle sich für sie die Frage, "wo ist der Bundeskanzler?", meine Bures, um die Antwort gleich selbst zu liefern: "Wie immer - der Bundeskanzler schweigt", kritisierte die SP-Bundesgeschäftsführerin.
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