Linksextreme Organisation bekennt sich zu Anschlag

Eine linksextreme Untergrundorganisation hat sich am Dienstag zum Sprengstoffanschlag gegen ein Gebäude im Zentrum von Rom bekannt.
Nach Angaben des italienischen Fernsehens erhielten die Redaktionen der Tageszeitungen "La Stampa" (Turin) und "La Repubblica" (Rom) über E-Mail zwei Bekennerbriefe, in denen eine Gruppe namens "Nuclei di Iniziativa Proletaria" ("Zelle der proletarischen Initiative") die Verantwortung für den Anschlag übernahm. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine neue Gruppe, die sich der größeren Organisation "Antiimperialistische Zelle" angeschlossen haben könnte.
Diese Gruppe hatte in den vergangenen Jahren die Verantwortung für Bombenanschläge gegen NATO-Einrichtungen in Italien übernommen, die aber ebenfalls - wie am Dienstag in Rom - nur Sachschäden verursacht hatten. Verbindungen werden auch mit der Gruppe vermutet, die im Mai 1999 in Rom den Arbeitsrechtsexperten Massimo D'Antona ermordet hatte.
In dem römischen Palazzo, dem der Anschlag galt, sind ein Institut für internationale Fragen und eine Vereinigung für amerikanisch-italienische Beziehungen untergebracht. Innenminister Entzo Bianco versprach am Dienstag schärfste Sicherheitsmaßnahmen, um weitere Anschläge zu vermeiden.
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