SPEZIAL: MKS

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MKS-Ausbreitung geht zurück
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So breitete sich die Seuche aus
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Flächendeckende Impfungen im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) wird es in der derzeitigen Krise nicht geben. Die Agrarminister der EU-Staaten schlossen zum Ende ihres informellen Rats am Dienstag in Östersund eine Änderung der jetzigen Politik aus.
Wenn die Seuche überwunden ist, will allerdings eine deutliche Mehrheit der EU-Staaten die Impfpolitik überprüfen.
Der zuständige EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne äußerte sich vor den Ministern optimistisch, dass die bisher nicht von MKS betroffenen Staaten von der Seuche verschont blieben. Die Strategie der Tiervernichtung habe sich als geeignete Maßnahme gegen die Seuche bewährt. In Frankreich und Irland sei die Seuche mittlerweile unter Kontrolle. In Großbritannien gehe die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle zurück, bisher gebe es dort 1.163 bestätigte MKS-Fälle, in den Niederlanden 20.
Frankreich fordert "Diskussion ohne Tabus"
Nur Irland, Dänemark und Finnland wollen auch langfristig daran festhalten, nicht flächendeckend und vorbeugend zu impfen. Österreich und Spanien haben sich ähnlich geäußert. Indes dringen besonders Deutschland und die Niederlande darauf, dass die EU-Impfpolitik nach dem Ende der jetzigen Krise überprüft wird.
Die deutsche Landwirtschaftsministerin Renate Künast betonte, die Debatte werde auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Ergebnis offen geführt, müsse aber nicht notwendigerweise zu einer neuen Politik führen. Der französische Landwirtschaftsminister Jean Glavany forderte eine "Diskussion ohne Tabus".
Byrne ist für eine Diskussion darüber offen, unter welchen Umständen vorbeugend und flächendeckend geimpft werden könnte. Wie Künast betont auch der EU-Kommissar die Bedeutung von so genannten Marker-Impfstoffen. Künast äußerte sich optimistisch, dass bis Ende des Jahres ein entsprechendes Mittel vorliegen könnte. Mit den Markern lässt sich nachweisen, ob ein Tier geimpft oder an der Seuche erkrankt ist.
Beschlüsse werden bei inoffiziellen Ministerräten nicht gefasst. Die Maul- und Klauenseuche soll aber auch beim nächsten formellen Agrarrat in Luxemburg am 24. April erörtert werden.
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