Glier: Kritik der Opposition ist reine Polemik

Das Gesundheitsministerium hat die Kritik der Grünen, wonach Arbeitsunfälle von den Ambulanzgebühren nicht ausgenommen seien, als "reine Polemik" bezeichnet. Der Sprecher von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (FPÖ), Martin Glier, erklärte, "Arbeitsunfälle sind zumeist Notfälle. Und ein Notfall ist von der Ambulanzgebühr befreit".
Laut der Neuregelung sind Notfälle dann von der Ambulanzgebühr ausgenommen, wenn der Betreffende sofort stationär ins Krankenhaus aufgenommen wird.
Außerdem gelte es, so Glier, zu bedenken, dass die Ambulanzgebühr "keine Gebühr für einen Stempel ist, sondern ein Beitrag für eine Behandlung". Glier verwies darauf, dass diese Behandlung in einer Ambulanz im Österreich-Schnitt 2.300 Schilling wert sei. Dafür werde ein "geringer Beitrag von 150 Schilling bei Überweisung und von 250 Schilling bei Selbsteinweisung bezahlt. Das sind maximal zehn Prozent. Das ist im Europaschnitt ein Minusrekord. Überall anders zahlt man mehr". Und das Ziel sei es, die Leute, die nicht in die Ambulanz gehören, in den niedergelassenen Bereich umzulenken.
Und was die Arbeitsunfälle betrifft, meinte Glier, dass "die ja auch nicht von der Rezeptgebühr und der Krankenscheingebühr befreit sind".
Zur Kritik der SPÖ, wonach Politiker nur 80 Schilling Ambulanzgebühr bezahlten, sagte Glier, auch hier stimme die Argumentation nicht. Darüber hinaus würde diese Summe "pro Ambulanzbesuch und ohne Obergrenze" gelten. Und außerdem sei jeder Politiker in seinem Versicherungsschema drin, sei es als Selbständiger, Bauer, Beamter oder normaler ASVG-ler.
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