USA sprechen von Fortschritten in Washington

US-Präsident George W. Bush hat die Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans am Montag aufgefordert, ihren Konflikt über die Enklave Berg-Karabach im Südkaukasus beizulegen. Bush traf im Weißen Haus mit Robert Kotscharjan aus Armenien und Gejdar Alijew aus Aserbaidschan zu getrennten Gesprächen zusammen.
Die beiden Präsidenten hatten zuvor vier Tage lang in Key West im US-Bundesstaat Florida mit amerikanischer, französischer und russischer Vermittlung nach Wegen aus der Krise gesucht und dabei nach Angaben eines US- Beamten erhebliche Fortschritte erzielt. Die Verhandlungen sollen im Juni in der Schweiz fortgesetzt werden.
Während der als "sehr erfolgreich" beschriebenen Verhandlungen in Key West legten die Vermittler einen neuen Vorschlag für die Region Berg-Karabach vor. Einzelheiten des Kompromissvorschlags nannte der US-Beamte nicht.
Der Berg-Karabach-Konflikt hat zwischen 1988 und 1994 mehr als 35.000 Menschen das Leben gekostet und über eine Million Menschen aus der Heimat vertrieben. In der in Aserbaidschan gelegenen Enklave lebt eine Mehrheit von Armeniern. Trotz des seither herrschenden Waffenstillstandes kommen jährlich Hunderte durch Minen und Heckenschützen ums Leben. Das zu Aserbaidschan gehörende Gebiet hatte sich 1991 für unabhängig erklärt, wurde aber weder von Aserbaidschan noch international anerkannt.
Kotscharjan und Alijew bemühen sich seit 1999 in einem direkten Dialog um Fortschritte in dem Spannungsgebiet. Vor der 17. Begegnung in Key West hatten sie sich am 26. und 27. Jänner sowie am 4. und 5. März in Paris getroffen. Offizielle Schirmherrin ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1992 die so genannte Minsk-Gruppe mit 13 Mitgliedsregierungen einrichtete.
Die Key West-Konferenz war das bisher längste Treffen. Der Vermittlungsversuch wird von der Furcht getrieben, dass sich der Konflikt in der ölreichen, an Russland, Türkei und Iran angrenzenden Region wieder verschärfen könnte.
Familiendrama in St. Pölten14:40
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in St. Pöltner Volksschule. Bub wird momentan notoperiert
Georgia Davis12:30
320-Kilo-Frau gerettetWales: Rettungskräfte mussten Wand aufstemmen. Mehr als 40 Leute im Einsatz
Fleischfressende Bakterien10:56
Angst vor Killer-KeimenStudentin in den USA ringt ums Überleben - Expertin klärt auf: Fälle auch in Österreich
