Mittwoch, 4. April 2001

Katastrophenfilm (So, ORF 1, 20.15 Uhr)

Ein Komet rast auf die Erde zu. Atombomben sollen den gefährlichen Eindringling auf eine für die Erde ungefährliche Bahn leiten. Doch die Aktion schlägt fehl und Panik bricht aus. Opulente Katastrophen-Action mit tollen Special Effects.

So oft es nur geht, sitzt der junge Freizeit-Sternenbeobachter Leo Biederman (Elijah Wood) hinter seinem neuen Fernrohr. Es ist kein Superding, durch das er seine Blicke ins All wirft, sondern ein durchaus handelsübliches Gerät. Trotzdem gelingt es ihm, damit einen neuen Kometen ausfindig zu machen. Außer sich vor Freude, fotografiert Leo das faszinierende Objekt, dann lässt er die Bilder dem angesehenen Astronomen Marcus Wolf (Charles Martin Smith) zur Begutachtung zukommen. Dieser stellt bei der Sichtung des Materials zutiefst Beunruhigendes fest: Der geschweifte Vagabund rast aus der Schwärze des Alls schnurstracks auf die Erde zu. Der Wissenschaftler speichert sein alarmierendes Analyse-Ergebnis auf Diskette ab, will Behörden informieren, setzt sich in den Wagen, rast los – und kurze Zeit später in den Tod.

Ein Jahr danach: Die ehrgeizige TV-Reporterin Jenny Lernen (Téa Leoni), die im Umfeld des US-Präsidenten Beck (Morgan Freeman) recherchiert, erfährt durch Zufall, wie sich die Regierung auf die nahende Katastrophe vorbereitet. Jenny sieht die Story als ihre ganz große Karriere-Chance. Insgeheim hofft sie natürlich, wie die meisten anderen Menschen auch, dass der vernichtende Zusammen-
stoß doch noch abzuwenden ist.

Der Präsident lässt ein in fieberhafter Eile zusammengestelltes Team von Astronauten starten, das mit dem Raumschiff „Messiah“ unter der Leitung des beherzten Spurgeon Tanner (Robert Duvall) den nach seinen Entdeckern benannten Kometen Wolf-Biederman von der Größe Manhattans anfliegt. Auf dem Raumkörper werden mehrere Atombomben installiert, deren Detonation dessen Kurs auf eine für die Erde ungefährliche Bahn ablenken soll. Doch die ganze Aktion schlägt fehl: Statt eines rasen nun gleich zwei Weltalltrümmer auf unseren blauen Planeten zu.

Auf der Erde bricht Panik aus. Die Evakuierung beginnt. In unterirdischen Bunker werden 8.000 Leute untergebracht, was die Weiterexistenz der Spezies Mensch garantieren soll. Aber wer soll zu den Toten gehören, wer zu den Überlebenden?

Opulente Katastrophen-Action aus Steven Spielbergs DreamWorks-Schmiede, die ihre Vorgeschichte hat: Die Produzenten von Der weiße Hai, Richard D. Zanuck und David Brown, entwickelten damals erste Story-Konzepte über einen Killer-Kometen aus dem All. Das Projekt scheiterte am fehlenden Know-how. Regisseurin Mimi Leder konnte in den 90ern auf neue Ergebnisse aus der Himmelskörperforschung zurückgreifen, die dem Film eine realistische Basis gaben. Deep Impact wurde mit einem Budget von 75 Mio. Dollar abgekurbelt. Trotz Schwächen in der Charakterzeichnung wurde das starbestückte Special-Effects-Spektakel zum Riesenerfolg, der alleine in den USA in den ersten 4 Wochen 130 Millionen Dollar einspielte.

4.4.2001 11:01

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Kino

Der Diktator

Komödie, Satire - USA, 2012

Regie: Larry Charles

Mit: Sacha Baron Cohen, Anna Faris, Megan Fox, John C. Reilly, Ben Kingsley

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