Montag, 2. April 2001

Maul- und Klauenseuche macht Imagepolitur nötig

Sean Connery weiß, wo er seine Wurzeln hat: Wieder einmal stellt der Schauspieler unter Beweis, wie sehr er an Schottland hängt. Jetzt will er mit einer Werbe-Kampagne helfen, das durch die Maul- und Klauenseuche lädierte Image seiner Heimat aufzupolieren.

Geplant ist eine gemeinsame Werbeaktion in den USA mit der Tourismusindustrie. Das verlautbarte eine Regierungssprecherin am Sonntag. Der von der Queen ernannte Sir engagiert sich auch sehr in der schottischen Unabhängigkeitsbewegung. Allerdings nicht zur Freude der englischen Königin.

Ziel der Werbekampagne ist es, den Negativ-Bildern von brennenden Viehgräbern etwas entgegen zu setzen. Connerys Sprecher, James Byron, erklärte, der Star wolle "helfen, Schottland zu einem besseren Ort zu machen". Außerdem: "Die Bilder der Leichenberge sind einfach furchtbar, aber glücklicherweise haben die Amerikaner ein sehr kurzes Gedächtnis."

Schottland hat die Tierseuche besonders stark im Würgegriff: Bisher wurden von den Höfen 111 Fälle gemeldet. Deren Umgebung wurde für die Öffentlichkeit komplett gesperrt. Kein Wunder, dass sich die Tourismusindustrie vor den hohen Einbußen infolge des Imageverlustes fürchtet.

2.4.2001 18:10

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