....wegen strittiger Zero-Bond-Deals

Die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) hat 17 Manager wegen strittiger Geschäfte mit Zerobonds gefeuert, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.
Die 17 ÖVAG-Mitarbeiter hätten seit Jahren für Kunden und auch auf eigene Rechnung einen schwungvollen Handel mit Nullkupon-Anleihen (sogenannten Zerobonds) getrieben. Daraus entstanden Kapitalertragssteuergutschriften, die vielfach höher ausfielen, als der Kaufpreis der Anleihen. Seit August des Vorjahres zwingt die Finanz den Banken aber eine weitaus ungünstigere Besteuerung auf.
"Uns wurde nach einer Prüfung die Aufforderung übermittelt, brutto knapp 700 Mill. S (50,9 Mill. Euro) Steuern nachzuzahlen. Daher gab es personelle Konsequenzen, obwohl wir noch nicht einmal einen Bescheid bekommen haben", zitiert "Format" den Generaldirektor der ÖVAG, Klaus Thalhammer. Den Bescheid wolle die ÖVAG dann aber durch alle Instanzen bekämpfen.
Betroffen von der Streichung der Steuerbegüngstigung sei praktisch jede Bank in Österreich, heißt es in dem Bericht weiter. Besonders betroffen seien neben der ÖVAG die Creditanstalt und die Anglo Irish. Bankenvertreter hätten mit dem Finanzministerium im Februar noch einen Versuch unternommen, der neuen Steuerfalle zu entkommen. Die Institute warteten nun auf rechtskräftige Bescheide, dann werde es wohl eine Klagswelle geben, so Maria Geyer vom Verband österreichischer Banken und Bankiers laut "Format".
Familiendrama in St. Pölten13:23
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in St. Pöltner Volksschule. Bub wird momentan notoperiert

