Freitag, 6. April 2001

Platz 15 von 18 gelisteten Ländern

Österreich verliert in puncto Standortqualität im internationalen Vergleich immer mehr an Terrain. Die Alpenrepublik belegt unter den 18 führenden Industrienationen gerade noch Platz 15.

Das ergibt eine aktuelle Erhebung des Business Environment Risk Institute (BERI), Genf. Spitzenreiter ist laut dieser Studie Singapur, vor der Schweiz und Belgien. Hinter Österreich liegen nur noch Kanada, Italien und Südafrika.

Maßgebliches Kriterium der Untersuchung war die Arbeitsproduktivität der einzelnen Länder. Bewertet wurden die Lohnkosten im Verhältnis zur Produktivität, das Ausbildungsniveau der Arbeitskräfte, die Belastung durch Sozial- und Mitbestimmungsgesetze sowie die durch Fehlzeiten und Streiks verursachten Kosten.

Österreich erreichte dabei 59 von 100 möglichen Punkten. Noch ist Österreich damit laut BERI ein akzeptabler Standort für technisch anspruchsvolle und stark automatisierte Produktionen. Für weniger komplexe und lohnintensive Produktionen sei Österreich jedoch zu teuer. Arbeitsplätze in traditionellen Branchen würden daher auch künftig abwandern, meint BERI.

Auch Deutschland rutscht ab
Ein ähnliches Schicksal ereilt derzeit den wichtigsten Handelspartner Österreichs, Deutschland (63 Punkte). Auch Deutschland rutscht laut BERI derzeit in der Rangliste zunehmend ab, mittlerweile liegt das Nachbarland bereits deutlich abgeschlagen hinter direkten Konkurrenten wie Japan (73 Punkte), den USA (72), Holland (67) oder Frankreich (66) an elfter Stelle.

Die von BERI erstellte Rangliste soll multinationalen Unternehmen als Entscheidung für die Standortwahl dienen und wird jährlich neu erstellt.

6.4.2001 17:51

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