SFOR wurde von aufgebrachter Menge angegriffen

In der Herzegowina-Hauptstadt Mostar ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen bosnischen Kroaten, Polizisten und Soldaten der internationalen Friedenstruppe SFOR gekommen. 18 SFOR- Soldaten wurden dabei leicht verletzt.
In Mostar war es zu Schießereien und Plünderungen gekommen, als Repräsentanten des Bosnien- Beauftragten Wolfgang Petritsch eine Bank unter internationale Verwaltung stellen wollten. Ein Sprecher der Friedenstruppe SFOR teilte
mit, die Truppe habe sich an den Schießereien nicht beteiligt, sondern für Ruhe gesorgt.
Kroatische Bewohner bewarfen Vertreter des internationalen Bosnien-Beauftragten mit Steinen und Eiern, als sie in die Bank gingen. Dabei seien 18 Soldaten leicht verletzt worden -Italiener, Franzosen, Spanier, Iren und Amerikaner. Die Bank gilt als Finanzier einer nationalistische kroatischen Gruppe.
Die SFOR verstärkte ihre Präsenz in Mostar, wo sowohl Kroaten als auch Moslems leben. Augenzeugen berichteten, dass zwischen 20 und 30 Lastwagen und gepanzerte Fahrzeuge in die Stadt verlegt wurden.
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