Maßnahmenpaket soll Schulden der Banken abbauen

Bereits am Freitag hat der Yen im fernöstlichen Handel gegenüber Dollar und Euro deutlich nachgegeben. Händler meinen, das Notprogramm berge keine Überraschungen. Auch die negative Einstellung des Marktes gegenüber dem Yen änderte sich nicht.
Mit dem Maßnahmenpaket will die Regierung den massiven Schuldenproblemen des japanischen Bankensektors entgegentreten und so das angeschlagene Finanzsystem des Landes wieder stabilisieren.
Gegen 7.20 Uhr notierte der Dollar mit 125,22/32 Yen mehr als einen Yen höher als im späten New Yorker Vortageshandel. Der Euro lag bei 112,34/42 Yen, nachdem er vor Bekanntgabe des Wirtschafts-Notpakets noch auf ein vorläufiges Tagestief von 111,12 Yen gefallen war. Zur US-Valuta notierte die Gemeinschaftswährung mit 0,8967/72 Dollar.
Der Dollar erhielt nach Händlerangaben zudem Unterstützung von den deutlichen Kursgewinnen an den US-Aktienmärkten am Vortag. Der Euro hielt sich zur US-Währung jedoch in relativ engen Spannen um den New Yorker Vortagesschluss von 0,8956 Dollar.
Ursprünglich wollte die japanische Regierung ihr Prorgramm bereits am Mittwoch veröffentlichen, doch wegen Uneinigkeit über einige Kernfragen wurde die Bekanntgabe um zwei Tage verschoben. "Man kann nicht unbedingt sagen, dass das Paket den Markt enttäuscht hat. Denn die Hoffnungen waren ohnehin nicht sehr groß", sagte ein Händler. An den weiterhin schlechten Konjunkturaussichten des Landes hat sich nichts geändert.
Die in dem Paket enthaltenen Maßnahmen sollen vor allem den japanischen Banken helfen, sich von der milliardenschweren Last ungedeckter Kredite zu befreien. Nach Einschätzung von Analysten sind jedoch weitergehende und tiefgreifendere Reformen notwendig, um das Finanzsystem Japans wieder zu stabilisieren.
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