Donnerstag, 5. April 2001

Fast jeder fünfte Mitarbeiter wird abgebaut

Die lang erwartete Reform der österreichischen Wirtschaftskammern steht: Der durchschnittliche Kammerbeitrag werden um fast 30 Prozent gesenkt, 950 Mitarbeiter werden abgebaut.

Die österreichischen Wirtschaftskammern bauen in den kommenden drei Jahren fast jeden fünften Mitarbeiter ab, die Zahl der Beschäftigten soll bis 2004 von derzeit 5.200 auf 4.250 sinken. Der Job-Abbau soll durch natürlichen Abgang erfolgen. Dies geht aus einem heute vorgelegten Zwischenbericht hervor. Die Einsparungsvorschläge, die insgesamt eine Summe von 2,1 Mrd. S (153 Mill. Euro) repräsentieren, sollen am 28. April auf einem außerordentlichen Kammertag beschlossen werden.

Kammerbeiträge werden um fast 30 Prozent gesenkt
Die von mehr als 200 WKÖ-Mitarbeitern in Arbeitsgruppen zusammengetragenen Sparvorschläge werden für die Mitglieder der Wirtschaftskammer eine etwa 30-prozentige Senkung der Mitgliedsbeiträge ermöglichen.

Bis 2004 wird die Bundesorgansiation der Wirtschaftskammer etwa 855 Mill. S einsparen müssen, das Senkungsvolumen für alle neun Landeskammern beträgt demnach 964 Mill. S. Bei den Fachorganisationen werden in drei Jahren um insgesamt 300 Mill. S weniger Mittel zur Verfügung stehen.

5.4.2001 18:03