Donnerstag, 5. April 2001

Personalfluktuation im Tourismus extrem hoch

Trotz einer Rekordzahl an ausländischen Saisonniers und einer hohen Arbeitslosigkeit: Der touristische Arbeitsmarkt leidet massiv unter einem Arbeitskräftemangel - sowohl bei Fach- wie bei Hilfskräften - und unter der extrem hohen Personalfluktuation.

"Allein in der heurigen Wintersaison haben uns 10.000 Leute gefehlt", betonte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Helmut Peter.

Die hohe Personalfluktuation ergebe sich nicht so sehr aus der Lohnstruktur, die im Tourismus durchaus mit anderen Branchen gleichauf liege, sondern aus der Saisonstruktur des Tourismus, wo Mitarbeiter nur selten ganzjährig beschäftigt werden können, erläuterte Peter.

"Der Ausländeranteil am touristischen Arbeitsmarkt beträgt derzeit 21 Prozent. Es wäre kein Problem, diesen Anteil auf mehr als 30 Prozent zu erhöhen", meint Peter. Das Problem des Personalmangels könne jedoch nicht allein damit gelöst werden, betonte Buchinger: "Auch ausländische Arbeitskräfte würden immer häufiger nach zwei oder drei Jahren in andere Branchen wechseln: "Das ist ein Fass ohne Boden", so Buchinger. Stattdessen müssten die Personalpolitik im Tourismus verändert und mehr Qualifizierungsprogramme geboten werden.

5.4.2001 12:20