Dienstag, 3. April 2001

Handel verspricht: Keine versteckte Preiserhöhung

Am 1. Jänner 2002 erfolgt die Einführung von Euro-Bargeld. Der europäische Handel verspricht, dass es dabei keine versteckten Preiserhöhung geben wird.

"Die Händler versichern, dass sie alles tun werden, um eine globale Preisstabilität anlässlich der Umstellung auf den Euro zu gewährleisten", berichtete die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Die Losung laute: "Neue Währung, stabile Preise". In Brüssel unterzeichneten 13 europäische Handels- und Gewerbeverbände sowie Verbraucherorganisationen eine entsprechende Vereinbarung.

Handelsunternehmen sicherten zu, spätestens zwischen September und Dezember ihre Preise in Euro auszuzeichnen. "Dabei ist der Preis in Euro optisch hervorzuheben", schrieb die Kommission. Die doppelte Auszeichnung solle bis Ende des parallelen Geldumlaufs von Euro und nationalen Währungen fortgeführt werden.

Kleine Einzelhändler zeichneten ihre Preise bisher nur selten doppelt aus. In einer Erklärung der Verbände hieß es: "Den Verbrauchern fehlen Informationen über Möglichkeiten der bargeldlosen Zahlung in Euro, die durch die unzureichende Ausstattung der Endgeräte in einigen Ländern (der Euro-Zone) beschränkt sind." Privatpersonen zahlten insgesamt nur sehr selten in der neuen Gemeinschaftswährung.

3.4.2001 15:19