20 bis 25 Groschen mehr pro Liter

Diskussion
Wieder Ärger an den Zapfsäulen: Die Spritpreise sind gestiegen! Und zwar gleich um 20 bis 25 Groschen pro Liter. Die OMV, BP und Shell hoben die Preise gleich für alle drei Benzin-Sorten an. Tanken - ein teures Vergnügen.
Zum ersten Mal seit dem 12. Februar hat die OMV die Höchstpreise deutlich angehoben. Um 20 bis 25 Groschen pro Liter. Laut ÖAMTC muss man bei Bedienungs-Tankstellen für Eurosuper maximal 13,35 Schilling berappen. Normalbenzin kostet 13,15 Schilling und Super Plus 13,58 Schilling.
BP und Shell haben noch am Montag Abend nachgezogen. BP begründete die Preiserhöhung mit den gestiegenen Produktenpreisen der vergangenen Wochen.
ÖAMTC: "Osterei" der Mineralölwirtschaft
Karl Obermair, Chef der ÖAMTC-Interssensvertretung, wirft der Mineralölwirtschaft vor, "auf einem Auge blind zu sein". Während sich der Rückgang der Rohölpreise der vergangenen Woche von 23,5 auf 22,5 Dollar je Barrel (195 Liter) nicht in den heimischen Spritpreisen manifestiert habe, sei nach dem gestrigen Anstieg sofort erhöht worden. Mit der Preiserhöhung habe man den Österreichern ein "Osterei gelegt": "Immer wenn die Hauptreisezeit vor der Tür steht, sind die heimischen Konzerne besonders gnadenlos und geben Markt-Entwicklungen ohne Rücksicht auf Verluste möglichst rasch weiter."
Außerdem könne die gestrigen Preiserhöhung auch als "übliche Preiskorrektur zu Beginn der Woche interpretiert werden". Die OMV hatte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) im September vergangenen Jahres unbefristet zugesagt, die Nettopreise für Eurosuper und Diesel in Österreich nicht mehr als 40 Groschen über den EU-Durchschnitt anzuheben.
Der ÖAMTC wirft dem Konzern vor, bereits seit längerem immer wieder unmittelbar auf die Durchschnittspreise zu reagieren und die Preise nahezu ans Limit der 40-Groschen-Grenze zu schrauben. Dabei habe der Konzern dem Wirtschaftsminister zugesichert, die Preise mittelfristig an den EU-Durchschnitt anzupassen, kritisiert Obermair.
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