Dienstag, 3. April 2001

Mehr Privatkonkurse aber weniger Firmenpleiten

In Österreich blieb die Gesamtzahl der Insolvenzen im ersten Quartal 2001 mit 2.287 Fällen zwar unverändert, die Gesamtpassiva stiegen jedoch um fast die Hälfte von 8,74 auf 12,61 Mrd. S (916,4 Mill. Euro) kräftig an.

Das teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Dienstag mit.

Von den Gesamtinsolvenzen entfielen 927 (plus 91) Fälle auf Privatinsolvenzen und 1.360 (minus 92) Fälle auf Firmeninsolvenzen. Spitzenreiter der Branchenstatistik waren -wie schon im ersten Quartal des Vorjahres - das Bauhaupt- und Nebengewerbe, Gaststätten und Hotellerie sowie Transportunternehmen. Österreichweit lag die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze mit 8.080 (nach 6.379) deutlich höher.

Von 27 auf 37 stieg in den ersten drei Monaten die Zahl der Ausgleichsverfahren, bei den Konkursverfahren war ein Anstieg von 1.338 auf 1.441 Fälle zu verzeichnen, und auch bei den eröffneten Insolvenzverfahren berichtet der AKV von einer Zunahme von 1.365 auf 1.478. Mangels Vermögen wurden im ersten Quartal 809 Konkursanträge abgewiesen, um 114 weniger als im ersten Quartal 1999 (923).

3.4.2001 14:53