Pilotenstreik in den Osterferien

Der Tarifstreit zwischen der Deutschen Lufthansa und ihrem Cockpitpersonal spitzt sich zu. Nun drohen bei der Fluggesellschaft noch in den Osterferien Streiks.
Die Pilotenvereinigung Cockpit kündigte am Dienstag an, in den kommenden Tagen darüber zu beraten, ob eine Urabstimmung eingeleitet wird. "Die Urabstimmung wird sicher unumgänglich sein", sagte Cockpit-Sprecher Georg Fongern in Neu Isenburg. Dies zeigten erste Reaktionen der Beschäftigung auf das am Montag vorgelegte Tarifangebot der Lufthansa.
Die Lufthansa habe ein "völlig unzureichendes Angebot voegelegt", sagte Fongern. Nun gebe es "keinen Verhandlungsspielraum" mehr, so der Sprecher weiter. Weitere Gespräche mit der Gesellschaft seien nicht anberaumt. Damit droht der Lufthansa noch in diesem Monat ein weit reichender Pilotenstreik.
Die Lufthansa hatte ihren 4200 im Cockpit Beschäftigten am Montag in der vierten Verhandlungsrunde für das laufende Jahr zehn bis 16,7 Prozent mehr Lohn und Gehalt angeboten. Die Vereinigung Cockpit fordert dagegen 38 bis 70 Prozent mehr Gehalt. In der vergangenen Woche waren durch bundesweite Warnstreiks von Lufthansa-Piloten insgesamt 112 Flüge an nahezu allen deutschen Flughäfen ausgefallen. Etwa zehntausend Passagiere hatten wegen der zweiten Arbeitsniederlegung innerhalb weniger Tage bei dem Konzern Verspätungen in Kauf nehmen müssen.
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