Digitale Musikallianz gegründet

Drei der fünf größten Musikfirmen haben sich zur Online-Plattform MusicNet zusammengeschlossen. Daraus könnte sich für die Musiktauschbörse Napster eine neue Perspektive ergeben.
Neben Warner Music, Bertelsmann Music Group (BMG) und EMI ist auch RealNetworks mit seiner digitalen Rechte-Technologie Partner in der neuen Allianz, die am Montag bekannt gegeben wurde. Die drei Musikkonzerne werden ihre Rechte nicht-exklusiv an MusicNet übertragen, die ihrerseits Lizenzen vergeben wird. Unter den ersten Kunden des neuen Rechtehändlers ist die umstrittene Musiktauschbörse Napster. Sie steht derzeit wegen der Verletzung der Urheberrechte vor Gericht.
Die Bertelsmann AG (Gütersloh) ist Partner von Napster und will in den nächsten Monaten eine legale Version der Tauschplattform mit Abonnementgebühren etablieren. Napster ist das am schnellsten wachsende Online-Angebot mit rund 60 Millionen Kunden weltweit. Mit der offiziellen Lizenzierung durch MusicNet ist Bertelsmann auf dem Weg der Napster-Legalisierung ein gutes Stück vorangekommen.
AOL plant eigenes Musikangebot
Im Zusammenhang mit der neuen Musikallianz MusicNet gaben die Partner bekannt, dass auch America Online (AOL) - mit 27 Millionen Mitgliedern weltweit der größte Online-Dienst - und auch RealNetworks jeweils eigene digitale Musikangebote etablieren werden.
Die neue Allianz ist auch eine Reaktion auf die Partnerschaft der beiden weiteren großen Musikfirmen Universal Music (gehört zu Vivendi-Universal) und Sony Music. Sie hatten im Februar dieses Jahres angekündigt, ihr Repertoire in einer eigenen Tauschbörse vertreiben zu wollen.
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