Daewoo-Chairman besucht Österreich

Die unter Gläubigerschutz stehende koreanische Daewoo Motors setzt ihren Tochterunternehmen in Europa eine neun Monatsfrist: Wer nicht in den Gewinnbereich kommt, der wird nicht gehalten.
"Bis jetzt war das überseeische Geschäft zum guten Teil defizitär - aber das kann und muss sich ändern. Wer es nicht schafft und dieses Jahr große Verluste einfährt, den können wir nicht (als eigenständige Organisation, Anm.) behalten", erklärte Daewoo-Chairman und Ausgleichsverwalter Lee Jong-dae in Wien.
Die von Unternehmensberatern empfohlene Schließung bzw. Zusammenlegung von sechs Daewoo-Europa-Organisationen sei derzeit nicht aktuell, ließ Lee durchblicken. Sanierung und Sparmaßnahmen würden nicht zentral von Seoul, sondern von den jeweiligen Töchtern selbst gesteuert. Lee besuchte die Bundeshauptstadt im Zuge einer Rundreise durch vier ost- bzw. mitteleuropäische Länder.
Daewoo-Österreich wird "alles tun, um die Verkäufe auf Vorjahresniveau zu halten - auch wenn wir beispielsweise für Marketing und Promotion weniger ausgeben können", versicherte Daewoo-Österreich-Geschäftsführer Heung-Sup Han. Nachdem die Verkäufe in den ersten beiden Monaten um etwa ein Drittel gegenüber 2000 gefallen seien, rechne man nun mit einer Aufholjagd. Bis Jahresende solle wieder das Niveau des Vorjahres - 1.400 bis 1.500 Autos - erreicht werden.
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