Dienstag, 3. April 2001

Allinaz und Dresdner Bank fusionieren

Nach der Elefantenhochzeit von Allianz und Dresdner Bank will der nun größte deutsche Allfinanzkonzern bei Finanzdienstleistungen Ton angeben - und zwar weltweit. Der neue Finanzriese sei “die richtige Antwort auf die Herausforderung der Märkte”, sagte Dresdner-Vorstandssprecher Bernd Fahrholz.

Die Beschäftigten könnten sich auf “noch attraktivere und sicherere” Arbeitsplätze freuen, hieß es weiter. Der Zusammenschluss mit der Allianz sei “wachstumsorientiert” und nicht auf den Abbau von Arbeitsplätzen ausgerichtet. “In einem überschaubaren Zeitraum - und nur davon kann man reden - ist ein Abbau von Arbeitsplätzen nicht vorgesehen”, sagte der Dresdner-Chef.

Personalabbau bei Dresdner geht weiter
Der bei der Dresdner Bank eingeleitete Stellenabbau von 1150 Geschäftsstellen auf nur noch rund 800 und die Filialschließung soll allerdings trotz der geplanten Übernahme weitergehen.

Der Chef von Deutschlands drittgrößter Geschäftsbank sprach von einem “historischen Schritt” zur Konsolidierung der deutschen Finanzwirtschaft. Die Eingliederung der Frankfurter Traditionsbank unter das Dach des Münchner Versicherungskonzerns Allianz solle “fair” verlaufen, versprachen Fahrholz und Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle. Die Dresdner Bank werde nicht zerschlagen, auch stehe kein Ausverkauf” einzelner Geschäftssparten an.

Keine Übernahmen ausländischer Banken geplant
Zu den Gerüchten - die Allianz plane die Übernahme ausländischer Banken sagte Vorstandschef Henning Schulte-Noelle: "Es gibt keine Banken außerhalb Deutschlands, die wir derzeit übernehmen wollten." Fragen zu Gerüchten über ein Interesse der Allianz an dem Nürnberger Discount-Broker Consors wich Schulte-Noelle aus: "Wenn wir miteinander reden, reden wir miteinander und nicht in der Öffentlichkeit".

3.4.2001 11:12