Sonntag, 8. April 2001

Schalke 04 könnte die Bayern im Titelrennen ausbremsen

Kaiserslautern völlig von der Rolle. Nach dem 1:5 bei Alaves in der Champions-League nun erneut eine 1:5 Schlappe gegen die Schalker. Das macht Schalke 04 nun zu einem ganz heißen Titel-Kandidaten.

Vor 50.000 Zuschauern im Gelsenkirchener Parkstadion machte Lautern da weiter, wo sie am Donnerstag gegen Alaves aufgehört haben. Nach einem Doppelschlag von Waldoch (3./9.), der jeweils freistehend einköpfen konnte, lagen die Pfälzer rasch mit 2:0 zurück. Die Gäste spielten nach vorne viel zu statisch und ohne Ideen. Die Hausherren aus Schalke dominierten und wirkten sehr sicher, vergaben allerdings gute Chancen, um mit einer höheren Führung in die Pause zu gehen.

Leicht wie im Training, Däne schießt K´lautern K.O.
Nach der Pause setzte Schalke aber zum Furioso an. Drei Treffer machten den inferioren Mannen von Andreas Brehme den Garaus. In der 55. Min. war es Ebbe Sand, der hochstieg und zu seinem 16.Saisontreffer einnickte, 3:0. Mit dem Tor von Sand kam noch mehr Selbstvertrauen in die Reihen der "Knappen". Der Ball lief wie im Training durch die eigenen Reihen. Die Fans jubelten und tanzten auf den Tribünen.
Miroslav Klose verkürzt zwar noch auf 1:3, aber das Debakel hing förmlich in der Luft. 4:1: Sand setzt sich im Laufduell auf der linken Seite gegen Klos und Basler durch und läuft bis zur Grundlinie. Der Däne passt in die Mitte auf Mpenza, der kein Problem hat, zum 4:1 einzuschieben. Schließlich das 5:1 in der 89. Minute: Mpenza setzt sich gegen Basler durch und flankt an die Strafraumgrenze auf Sand. Der nimmt den Ball wunderschön mit und hämmert den Ball zum 5:1 unter die Latte.

Trainer Brehme ist verzweifelt
Kaiserslautern-Trainer Andreas Brehme muss nun schon zum wiederholten Mal ein 1:5 erklären. Verzweifelt meinte er nach dem Match:"Ich kann mich nicht selbst da hinten reinstellen, ich habe vor den Standardsituationen gewarnt!"
Huub Stevens, Trainer der "Knappen": "Wir sind durch einen Doppelpack in Führung gegangen, sonst wäre es vielleicht anders gelaufen! Wir leben nur von Spiel zu Spiel, vom Titel sprechen wir nicht."

Hansa Rostock gegen VfB Stuttgart
Ein typisches Spiel zwischen zwei Abstiegskandidaten. Viel Kampf, viel Krampf. Beide Mannschaften spielten fantasielos nach vorne. Besonders Balakov bei den Schwaben hatte wenig zündende Ideen, das Spiel lief komplett am Stuttgarter Regisseur. Die Rostocker waren aber um keinen Deut besser. Zu Hause spielten sie wie eine Auswärtsmannschaft und riskieren kaum etwas. Die Strafe folgete auf den Fuß:

In der 72. Minute Elfmeter für den VfB! Glatte Fehlentscheidung: Oswald hindert Thiam am Schuss, aber das war kein Foul. Der VfB-Spieler wollte an den Ball kommen, traf aber das Bein des Verteidigers, beide fielen um, der Schiedsrichter griff zur Pfeife. Wer den Elfer schoss? Natürlich Krassimir Balakov! 0:1 für den VfB.

28.Spieltag der Deutschen-Bundesliga

Freitag: Cottbus - Wolfsburg 0:0

Samstag: Frankfurt - Bayer Leverkusen 1:3
Samstag: 1.FC Köln - Unterhaching 1:1
Samstag: Werder Bremen - Hertha BSC 3:1
Samstag: Freiburg - HSV 0:0
Samstag: 1860 München - VfL Bochum 2:4
Samstag: Dortmund - Bayern München 1:1

Sonntag: Schalke - K´lautern 1:5
Sonntag: Rostock - Stuttgart 1:0

Tabelle: 1. Bayern (50), 2. Schalke (49), 3. Leverkusen (49), 4. Dortmund (49), 5. Hertha BSC (46), 6. Kaiserslautern (46)

8.4.2001 19:53