Verwarnung und Geldstrafe für GAK-Coach Gregoritsch

GAK-Interna sind nicht an die Öffentlichkeit zu tragen. So jedenfalls sieht es der Präsident der Grazer "Roten Teufel", Peter Svetits, und bestrafte seinen Trainer wegen seinen Äußerungen der letzten Tage.
GAK-Trainer Werner Gregoritsch, der nach dem Ausscheiden im ÖFB-Cup gegen Zeltweg mit kritischen Aussagen in die Öffentlichkeit gegangen war und massiv über die interne Situation beim GAK (Untergraben seiner sportlichen Autorität durch Spitzenfunktionäre, Sägen an seinem Sessel etc.) Dampf abgelassen hatte, hat sich damit den Unmut seines Präsidenten Peter Svetits zugezogen und wurde dafür mit einer arbeitsrechtlichen Verwarnung bzw. einer Geldstrafe bedacht.
"Der Trainer soll sich um die sportlichen Belange kümmern, die Funktionäre kümmern sich um alles andere", bemerkte dazu der Präsident, der in dieser Woche in der Schweiz unterwegs gewesen war, am Samstag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vor dem Match GAK-Admira/Wacker Mödling. Nach Ansicht von Svetits könne man die kritischen Aussagen von Gregoritsch "nicht so stehen lassen", außerdem stellte er fest, "dass von Funktionärsseite solche Aussagen nie getätigt wurden."
Svetits, der die Höhe der verhängten Geldbuße nicht verraten wollte, verteidigte aber Gregoritsch gleichzeitig als "Trainer, der zu hundert Prozent für den Klub da ist." Auf der anderen Seite dürfe er aber nicht solche Aussagen tätigen, "denn das war ein Elfer für die Presse." Die Leistung der GAK-Mannschaft in Zeltweg in der zweiten Hälfte bezeichnete aber auch Svetits als "Frechheit, die ihresgleichen sucht". Deshalb will er Spieler, die schlecht spielen, nicht mit einer eventuellen Freigabe ins Ausland belohnen.
Grundsätzlich sei der GAK auch nicht so schlecht, wie das 0:1 in Zeltweg vermuten lassen könnte. Schließlich habe der Klub ja immer noch die Chance auf einen Startplatz im kommenden UEFA-Cup. Für 2002 soll anlässlich des 100-jährigen Klubjubiläums eine starke Mannschaft auf die Beine gestellt werden, woran Svetits gemeinsam mit Karl Weißkopf, dem Chef von Sponsor Liebherr, bereits arbeitet.
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