Woods fehlen nur noch 18 Löcher zur Golf-Geschichte

Nur noch 18 Löcher fehlen Tiger Woods, um sein bisher größtes Kapitel Golfgeschichte zu schreiben. Der US-Superstar absolvierte am Samstag beim US-Golf-Masters in Augusta die dritte Runde mit 68 Schlägen und übernahm vor dem Schlusstag erstmals die Führung.
Bleibt er in der letzten Runde voran, hat er als erster Golfer alle vier Major-Turnier in Folge gewonnen.
Woods (Bild) muss sich allerdings vorsehen. Denn mit 204 Schlägen liegt er nur einen Schlag vor Phil Mickelson und zwei Schläge vor Mark Calcavecchia und Chris DiMarco, der bis Samstag geführt hatte. Woods und Mickelson, die Nummern eins und zwei der Weltrangliste, werden in der Nacht auf Montag im letzten Flight gegeneinander spielen und vermutlich den ersten Major-Titel des Jahres unter sich ausmachen.
13 Golfer liegen innerhalb von nur fünf Schlägen
Es könnten aber auch noch andere Spieler in die Entscheidung eingreifen, denn nicht weniger als 13 Golfer liegen innerhalb von nur fünf Schlägen. Neben Calcavecchia und DiMarco noch David Duval, der Südafrikaner Ernie Els, der Spanier Angel Cabrera (alle 207) und dessen Landsmann José Maria Olazabal (209), der Masters-Champion von 1999. Zurückgefallen ist dagegen Vorjahressieger Vijay Singh von den Fidschi-Inseln. Er hat bereits neun Schläge eingebüßt.
Und Mickelson, der seinerseits auf den ersten Major-Titel los geht, hat klar gemacht, dass er selbst gerne Golfgeschichte schreiben würde. "Genau darauf habe ich mich vorbereitet", sagte der Linkshänder. Nicht erst seit einem Jahr, sondern seit ich als Bub Range-Bälle aufgehoben habe, träume ich von diesem Tag. Dieser Sonntag ist ein sehr wichtiger Tag für mich. Wer hier gewinnt, ist Teil der Golf-Geschichte."
Für Woods freilich spricht, dass er ein unglaublicher Finisher ist, 24 von 28 Turnieren gewonnen hat, bei denen er als Führender in die Schlussrunde gegangen ist. Zudem hatte er auch die dritte Runde noch nicht mit letztem Biss gespielt. "Ich habe nichts Besonderes gemacht, einfach eine solide Runde gespielt", meinte der 25-jährige lapidar. "Er ist wie wir alle auch nur ein menschliches Wesen, auch er wird Nerven zeigen", hofft Calcavecchia. Aber selbst das ließ Woods kalt. "Ich denke nicht darüber nach, ob ich hier mein viertes Major in Folge gewinnen kann. Alles was mich interessiert, ist mein Schwung."
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