Alaves nach 5:1 über Kaiserslautern praktisch im Finale

Nach den Champions League-Pleiten von Real (2:3 bei Galatasaray), Valencia (1:2 bei Arsenal) und La Coruna (0:3 bei Leeds) enttäuschte auch der FC Barcelona. Die Katalanen kamen im Halbfinal-Hinspiel des UEFA-Cups gegen den FC Liverpool nur zu einem torloses Remis. CD Alaves steht nach beeindruckender Leistung und einem 5:1-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern praktisch im Finale.
Vor dem Schlagerspiel in Barcelona wurden zunächst englische Fans wieder einmal ihrem schlechten Ruf gerecht. Wegen gewalttätiger Ausschreitungen in der katalanischen Hauptstadt wurden rund 100 Liverpool-Anhänger von der Polizei verhaftet. Doch auch auf dem Rasen des Nou Camp-Stadions war von der angekündigten Fußball-Fiesta nichts zu sehen. Im Schlager des achtfachen Europacupsiegers aus Barcelona gegen den sechsfachen Europacup- Triumphator aus Liverpool fand Barca kein Mittel, um Liverpool zu knacken.
Rivaldo und Kluivert auf der einen Seite, drüben eine Liverpool-Elf mit schon 96 erzielten Treffern in dieser Saison, doch die Erwartungen der 90.000 Fans konnten die beiden Traditionsklubs nicht erfüllen. Von Offensiv-Spektakel war da wie dort nichts zu sehen. Barcelona zwar bemüht, das Spiel zu machen, aber ohne Ideen, die massive Abwehr der Engländer zu überwinden. Liverpool auf der anderen Seite konnte praktisch nie den pfeilschnellen Owen auf die Reise schicken.
Ganz anders Alaves. Die No-Names aus der baskischen Provinzhauptstadt Vitoria führten Kaiserslautern nach allen Regeln der Kunst vor. Auch ohne den verletzten Starstürmer Javi Moreno, der mit 18 Toren die Torschützenliste in der Primera Division anführt, ließ Alaves ein Offensiv-Feuerwerk ab, dem Mario Basler und Co nichts entgegenzusetzen hatten. Contra mit zwei Foulelfmetern (20. und 31.), Jordi Cruyff (40.) und Ivan Alonso, dem zuvor ein Treffer aus unerklärlichen Gründen aberkannt worden war, mit dem dritten verwandelten Foulelfmeter (58.) schossen das "Pink Team" mit den rosa Dressen 4:0 in Führung.
Doch der norwegische Schiedsrichter Rune Pedersen hatte auch mit den Deutschen ein Einsehen, sprach Lautern in der 68. Minute einen Elfmeter zu. Koch verwandelte zum 1:4 und ließ Lautern damit wieder ein bisschen hoffen. Magno beendete die Hoffnungen in der 82. Minute mit dem Treffer zum 5:1-Endstand.
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