Austrian Volley-League: Böse Überraschung für Favoriten

Der Meister e.on hotVolleys Wien musste sich am Montag Abend gegen Herausforderer Tirol sensationell mit 2:3 geschlagen geben. Der Auswärtssieg im ersten Spiel der "best-of-seven"-Finalserie hat Hannes Kronthaler, Jens Larsen und Gernot Hupfauf von Hagebau Tirol Haare gekostet. Und zwar buchstäblich.
Das Trio musste nämlich seine verlorene Wette einlösen und sich eine Glatze rasieren lassen.
Kronthaler und Co hatten nicht damit gerechnet, dass die Wiener ihre erste Heimniederlage seit 28. März 1998 oder nach drei Jahren und fünf Tagen kassieren würden. "Das war mit Sicherheit das beste Spiel, das es je in Österreich gegeben hat. Und noch dazu brachte es den richtigen Sieger", freute sich Kronthaler über den Coup. Trainer Stefan Chrtiansky lobte seine Schützlinge: "Wir haben total locker gespielt, unsere Stärken ausgespielt, voll riskiert und sind dafür belohnt worden."
Im Lager des Titelverteidiger betrieb man am Tag danach Ursachenforschung. "Nachdem wir den ersten Satz gewonnen haben, nahmen wir es zu leicht, begingen Eigenfehler und haben den Druck des Gegners nicht standgehalten. Die Tiroler hatten das bessere Kollektiv, wir waren eine Mannschaft mit sechs Einzelspielern", fand Kapitän Berthold Krenn und Angreifer Dejan Laninovic fügte hinzu: "Das war der richtige Schuss vor den Bug".
Krenn glaubt aber, dass die hotVolleys weiterhin Favorit sind: "Denn wir haben schon oft gezeigt, dass wir überall gewinnen können". Manager Peter Kleinmann bemängelte, dass sich seine Truppe auf drei Punkte verlassen habe: "Wir sind die Besseren, haben bisher alle drei Saison-Spiele gewonnen und in der eigenen Halle gespielt." Dadurch sei die Mannschaft nicht mit 100 Prozent zu Werke gegangen.
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