Ermittlungen gegen den FPÖ-NAbg. vor der Einstellung

In der "Sex-Affäre" rund um eine verwirrte Frau, die in einer Innsbrucker Flughafengarage aufgefunden worden war, dürften keine "K.O.-Tropfen" im Spiel gewesen sein, so das gerichtsmedizinische Gutachten.
Daher sei mit dem Einstellen der Ermittlungen gegen den Vorarlberger FPÖ-NAbg. Patrick Ortlieb zu rechnen. Wie die Tiroler Tageszeitung in ihrer Samstagausgabe berichtete, konnten auch durch diesen zweiten Test "keine Spuren von 'K.O.-Tropfen' im Blut der 34-Jährigen festgestellt werden".
Patrick Ortlieb war am vergangenen Dienstag zu der am 27. März dieses Jahres am Innsbrucker Flughafen aufgefundenen, verwirrten Frau von der Innsbrucker Polizei einvernommen worden. Die Angelegenheit war anschließend an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Seitens der
ermittelnden Behörden war Ortlieb aber kein strafrechtlich
relevantes Fehlverhalten vorgeworfen worden.
Die 34-jährige Innsbruckerin war in der Tiefgarage am Innsbrucker Flughafen aufgegriffen worden. Ihre Unterwäsche sowie eine 1.000-Schilling-Note waren neben ihr am Boden gelegen. Da die Frau völlig verstört gewesen war und keinerlei Angaben machen konnte, war ein so genannter Schnelltest auf "K.O.-Tropfen" sowie auf Drogenkonsum durchgeführt worden. Dieser war negativ verlaufen.
Laut einer ärztlichen Untersuchung musste die Frau kurz vor ihrer Auffindung Geschlechtsverkehr gehabt haben. Unklar war vorerst, ob dies freiwillig oder unfreiwillig geschehen war. Wie die Überwachungskamera gezeigt hatte, war die Frau einige Zeit zuvor aus dem Wagen des Politikers gestiegen. Die beiden sollen einander in derselben Nacht in einem Innsbrucker Innenstadtlokal kennen gelernt haben. Anschließend hatte Ortlieb die Frau zum Flughafen gebracht,
"weil ich mir gedacht habe, dort kriegt sie schneller ein Taxi",
hatte er betont.
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