EU-Politiker als "Faschisten" beschimpft

Die EU-Außenpolitiker Javier Solana und Chris Patten haben am Montag in Mazedonien für eine friedliche Lösung des Konflikts mit der albanischen Minderheit geworben.
Vor der Abreise sagte Solana in Brüssel, Mazedonien müsse zu wirtschaftlicher, politischer und ethnischer Stabilität finden. "Es gab hier bereits Bewegung, allerdings nicht genug", stellte der EU-Beauftragte für Außenbeziehungen fest.
Vor dem Parlamentsgebäude in Skopje beschimpften mehrere Dutzend mazedonische Demonstranten die beiden EU-Politiker als "Faschisten". Solana und EU-Kommissar Patten wollten sich noch am Montag mit Präsident Boris Trajkowski treffen. Trajkowski versicherte zuvor bei einem Treffen mit Parteiführern, der politische Dialog zwischen den Parteien im Land gehe weiter.
Vor ihrem Abflug waren Solana und Patten mit NATO-Generalsekretär George Robertson zusammengekommen, um eine gemeinsame Antwort auf die kritische Lage in Mazedonien zu finden. Robertson verlangte einen "breiten politischen Dialog" aller demokratischen Parteien in Mazedonien, um die multi-ethnische Gesellschaft zu stabilisieren. Der NATO-Generalsekretär wird in Begleitung aller 19 NATO-Botschafter am Dienstag in Mazedonien erwartet.
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