Zur Zeit keine Gefahr für deutsche Küstengebiete

Nach dem Tankerunglück in der Ostsee hat sich der Ölteppich viel weiter ausgebreitet als ursprünglich erwartet. Mehr als 2000 Meeresvögel sind bereits in den Küstengewässern Dänemarks im Ölschlick verendet. Es wird damit gerechnet, dass noch weitere 2.000 Tiere am Öl zu grunde gehen werden.
Die Auswirkungen der Ölpest für die Tierwelt sind erschreckend. Vor allem Schwäne, Enten, Eiderenten, Wasserhühner und Möwen seien der schwarzen Flut aus 2.700 Tonnen schwerem Heizöl zum Opfer gefallen. Nach Schätzungen des WWF könnte es sich bei der der tatsächlichen Zahl der verendeten Tiere sogar um mehr als 10.000 handeln. Zur Eindämmung des Ölteppichs sind derzeit insgesammt 15 Schiffe im Einsatz. Auf der am schwersten betroffenen Insel Bogoe sind derzeit 400 Soldaten sowie freiwillige Helfer damit beschäftigt einen 20 km langen Küstenstreifen von dem klebrigen Schweröl zu befreien. Bisher gelang es der Dänischen Marine, mit Unterstützung eines deutschen und eines schwedischen Schiffes, 1200 Tonnen Öl abzufangen. Rund 1.500 Tonnen des giftigen Schweröls treiben derzeit noch auf dem Meer. Diese stellen weiterhin eine große Gefahr für die Küstengebiete der Ostsee dar.
Derzeit keine Gefahr für deutsche Küsten
Der Ölteppich erstreckte sich am Montag vom südlichen Ende von Gedser bis zum Norden der Insel Mön sowie im Grönsund zwischen Falster und Mön. Nur wenn der Wind deutlich auf nördliche Richtung drehen würde, könne das giftige Schweröl die deutschen Ostseestrände erreichen, sagte eine Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums. Bisher gebe es dafür aber keine Anzeichen. Bis jetzt ist Deutschland von der Ölpest noch nicht betroffen.
Die "Baltic Carrier" war am Donnerstag mit einem Frachter zusammengestoßen, als sie unerwartet abdrehte. Bei dem Aufprall wurde ein 20 Quadratmeter großes Loch in den Laderaum gerissen. Einem vorläufigen Untersuchungsbericht zufolge ist der Unfall auf technisches und menschliches Versagen zurückzuführen.
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